Der Werdegang des Gasthof Alt Paznaun (2)

1982
Eröffneten Erwin Cimarolli und seine Frau Margreth (geb. Pöll) das Dorf Cafe Alt Paznaun. Ein Teil der Kellerräume des Hauses wurde unterfangen. Der Aufwand lohnte sich – in ihrem Heimathaus konnte Margret zusammen mit Erwin mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen die Räumlichkeiten des Dorf Cafes zu einem Treffpunkt guter Unterhaltung und geselligen Beisammenseins gestalten. Die stetige Schaffenskraft und der Ideenreichtum von Erwin rund um die Kultur und die Tradition seiner Heimat – Ischgl und Paznaun – waren die Säulen für eine ganz besondere traditionelle Atmosphäre die im Dorf Cafe viele Gäste begeisterte.



1990
Erfolgte dann der große Schritt – das teilweise baufällige Handelshaus wurde abgetragen und zur Gänze neu aufgebaut, wobei die äußere Form des Hauses möglichst beibehalten wurde. Entwurf, Planung und Ausführung erfolge von Architekt Dipl.-Ing. Peter Schillfahrt. Das neue „Große Haus im inneren Dorfe“ beheimatet heute den Gasthof Alt Paznaun. Vom alten Dorf Cafe aus dem Jahre 1982 wurden Hölzer und Balken ausgebaut und wieder an der selben Stelle im Untergeschoss im neuen Dorf Cafe eingebaut. Zusätzlich wurde eine 300 Jahre alte Almhütte aus dem Lechtal erworben, die zur Gänze im Dorf Cafe eingebaut wurde.

Ein besonderes Ambiente erwartet die Gäste des Gasthofes aber auch in den mit Sorgfalt und Genauigkeit aus dem alten Haus ausgebauten und im Restaurant im 1. Stock sowie im mittleren Teil des Dorf Cafes wieder eingebauten Paznauner Stuben aus den Jahren 1756 - 1768. Mit eingebaut sind die original Tür- und Fensterstöcke, deren Inschriften bereits Erwähnung fanden. Vier hochwertig künstlerisch verzierte Zirbenholz Stuben in einem Haus sind eine kulturelle Bereicherung von unschätzbarem Wert.

Darüber hinaus animierte die heimische Kunst und Kultur die Familie Cimarolli immer wieder, diese in ihren Gasthof mit einfließen zu lassen. Zahlreiche Bild- und Texttafeln über interessante historische Begebenheiten sowie Arbeitsgeräte der Bergbauern von früher, Reproduktionen vom Paznauner Künstler Prof. Mathias Schmid sowie Schnitzarbeiten von Paznauner und Grödner Holz Schnitzmeistern zieren die Lokale und Räumlichkeiten im Gasthof. Besondere Bewunderung verdient die „Keramik-Gemäle-Galerie“ – ein dekorativ-farbenfrohes Historienband in Ton vom Ischgler Künstler Paul Zangerl – welche man im Treppehaus des Gasthofes besichtigen kann.



Der Gasthof wird als Familienbetrieb weitergeführt unter dem Motto:
Für den Gast Traditionelles bewahren – mit zeitgemäßer und ehrlicher Dienstleistung überzeugen



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